Pressestimmen

Frisch, frech und urwüchsig

Andreas Kirschke

In Bischheim-Häslich sorgte am Freitagabend die „Irish night“ mit der Band „Friends of Limerick“ für Stimmung.

Regen nieselt sporadisch in den Pfarrhof. „Das ist typisch irisch. Das passt gut dazu.“, muntert Robert Labudda, Sänger der der Dresdner Band Friends of Limerick, die Gäste auf. Kurz darauf singt er frei von der Leber weg vom Lebensgefühl auf der „ grünen Insel“. Bis aus dem Südraum Leipzig, bis aus Dresden, Radebel, Meißen, Bautzen und Hoyerswerda weilen Freitag Gäste zur vierten „Irish night“. Kulturmühle Bischheim und evangelisch-lutherische Gemeinde hatten eingeladen.

Guinness-Bier stillt durstige Kehlen. Über dem Feuer dampft Irish Stew. „Das ist das irische Nationalgericht. Ein Eintopf aus Lamm, Lauch, jede Menge Knoblauch, Gemüse, Kartoffeln“, erzählt Jens Nolewaika, Mitarbeiter der Kulturmühle. Heute beköstigt er Gäste. Irische Musik schafft ihm gute Laune. „Sie vermittelt eine gewisse Energie“, sagt er.

Vor fünf Jahren erlebte er eine irische Tanzshow mit. Das war in Berlin bei „Lord of the Dance“. „Eine Stimmung war das“, schwärmt er. Auch die Gäste im Pfarrgarten mögen irische Musik. „Sie ist urwüchsig. Sie geht einfach durch und durch“, sagt Andreas Neubarth aus Elstra.

Tanzen gehört dazu

Er erzählt von irischen Bands. Anfang der 90er Jahre sangen sie öfter im Kamenzer Stadttheater. Manche CD erwarb er daraufhin. „Schade, dass das dann einschlief“, findet der Elstraer. Sein Kollege Mathias Schäfer hörte jüngst eine CD mit irischer Musik. Neugier funkelt in seinen Augen. So eine Irish night kennt der Weißbacher noch nicht. Immer wieder muntert der Nad-Sänger zum gemeinsamen Tanzen auf. Frauen im Publikum lassen sich mutiger darauf ein als Männer. „Zueinander... Auseinander... und Platzwechsel“, tanzt Robert Labudda vor und mit. Es sind Einblicke in die Welt der Formations- und Stepptänze. In Irland erfreuen sie sich großer Beliebtheit.

Gute Gemeinschaft

„Jeder von uns hat seinen eigenen Zugang zu dieser Musik gefunden“, erzählt Bassist Uwe Krauss. Mitten im Bandnamen Friends of Limerick steckt das Wort Folk. Mittendrin steckt der Limerick. Ein frecher fünfzeiliger Vers, dessen erste, zweite und fünfte Zeile sich reimen. Mitten im Namen steckt auch die Stadt Limerick. Seit 812 war sie Siedlung der Wikinger. Engländer belagerten sie später. Die Stadt konnte jedoch als einige in Irland nie erobert werden.

„Was geht über eine gute Gemeinschaft?“, freut sich Gastgeberin Birgit Silberbach, seit 2003 Pfarrerin der evangelisch-lutherischen Gemeinde. Führt doch die Irish Night Freitag Menschen über Grenzen hinweg zusammen.