Pressestimmen

Wilde Töne in der ausverkauften Irischen Nacht auf Schloss Hundisburg

Mit nackten Füßen durch die Scheune getanzt

Von Anett Roisch

Hundisburg. Passend zum nasskalten Wetter, das meist auf der „grünen Insel“ herrscht, war es auch bei der „Irischen Nacht“ in der Scheune von Schloss Hundisburg sehr köhl. Wilde Töne, schwarzes Bier und heiße Tänze gab es zur Erwärmung für die Besucher. „Die Scheune ist ausverkauft. Es ist die 15. Irische Nacht in Hundisburg. Es gibt ein Stammpublikum. Viele Gesichter kennt man schon“, beschrieb Dr. Harald Blanke von der Kultur-Landschaft Haldensleben-Hundisburg.

„Dun Aengus“, Urgestein in der Folk-Szene der Region Braunschweig/Salzgitter, verbreitete als erste Gruppe irische Gute-Laune-Musik. Mit ausgelassenen Jigs und Reels, kraftvollen Shantys und melancholischen Balladen, traditionellen Tunes und Eigenkompositionen sorgten sie - noch dazu in ständig wechselnder Instrumentierung - für reichlich Abwechslung. Kurz darauf sang Robert Labudda von der Dresdner Band „Friends of Limerick“ frei von der Leber weg und beschrieb so das Lebensgefühl auf der “grünen Insel„. Die Gäste aller Altersgruppen waren begeistert. „Man hört die Musik, trinkt schwarzes Bier und ist guter Dinge - das ist die Session“, erklärte Angelika, eine barfüßige Tänzerin.

Die Gruppe „Nobody knows“ aus Stendal heizte allen Fans der keltischer Musik ordentlich ein. Unterstützt wurden sie von Stepptänzerinnen „Celtic minds“ aus Stendal. „Die Wurzeln der Tanzkultur reichen weit über das Mittelalter hinaus. In der wechselvollen Geschichte Irlands war der Tanz oftmals verboten und wurde von Tanzlehrern nur heimlich weitergegeben“, verriet Heinz Krüger aus Stendal, der als Kenner der Szene im Takt mitwippte. Das folkbegeisterte Publikum belohnte jeden Titel mit enthusiastischem Applaus und verlangte einige Zugaben.